Unser Gewächshaus





Nachdem unsere Hühner Geschichte sind, haben wir im März 2014 mit dem Bau des Gewächshauses begonnen.

Wir waren uns schnell einig, dass das Gewächshaus aus verschieden großen Fenstern gebaut werden sollte.

Als Grundlage des Hauses diente hier der Hühnerauslauf von ca. 30 qm.

Das Gewächshaus sollte direkt an dem zur Werkstatt umgebauten Hühnerstall angebaut werden...

Die Höhe wurde mit 2,50 Meter auf 2,40 Meter abfallend dem Schuppendach angeglichen. 

Für das Dach haben wir eine Kunststoffbedachung gewählt. 

Anfänglich wollten wir alles was mit Wasser und Erde wächst, anbauen. Größe, Menge spielten da keine Rolle (Haben da Wohl zu lange auf Nachbars Gewächshäuser, die alle mindestens 100 Meter lang und 10 Meter breit sind, geschielt)!

Letztlich einigten wir uns auf ein "begehbares Gewächshaus", mit Ofen, Tisch usw.. Wir wollen einfach das Haus auch im Winter nutzen.

Die Pflanzen sollten dann im Jahr 2015 kommen, glaubten wir...

 

Soweit die Planung.

 

Da wir 2014 fast gar keinen Winter hatten, wurde mit dem Abbau des Hühnerauslaufes im März begonnen.

Die Kanthölzer, die direkt in den Boden gebracht wurden, zeigten keinerlei "Verrottungsrückstände". Das Regenwasser konnte wohl ungehindert ablaufen bzw. versickern, so dass am Kantholzschnittpunkt (Luft/Erde) nichts bedrohliches passierte und die Dinger stehen blieben :-).

Man ist ja sparsam und so wurden alle Kanthölzer wieder verwendet.

 

Der Hühnerdraht wurde letztlich entsorgt. Wollte ihn anfänglich fachmännisch aufrollen und ihn dann verschenken.

Bei dem Versuch den Mistdraht "schnell mal" einzurollen, überkam mich ein kurzer Moment der individuellen Anarchie.

 

Die Fenster:

wir haben alle Fenster aus der "kleinen Bucht" "für fast" geschenkt zusammen gesucht. Gut, dass wir unseren alten "Klaufix" haben!

Haben letztlich Kunststofffenster mit Rahmen -dreifach Verglasung, wie dekadent :-)- und Mahagonifenster ohne Rahmen verschiedener Größen zum Verbauen zur Verfügung gehabt

(Danke an meine liebe Kollegin, die nur eine "Schutzgebühr" für die Kunststofffenster haben wollte). 

 

Auch hier kommen jetzt die Bilder mit Anmerkungen zur besseren Vorstellungskraft:  

 

 


Beim Abriss sieht nichts gut aus...

 


auch wenn die ersten Kunststofffenster schon da sind...

 

 


...schwer waren sie alle..


Blick aus dem ehemaligen Hühnerstall in das zukünftige Gewächshaus...


Länge dieser Gewächshausseite: 7 Meter.

Die Kanthölzer (9x9) wurden in Pfostenträger gestellt, die vorher mit einem Sack (50 JKg) Zementmörtel in die Erde gebracht wurden. 

Eine massive Holztür mit Rahmen wurde auch schon eingebaut.

Die Fenster wurden mit Schrauben und Winkeln an die Kanthölzer befestigt.

Habe hier noch zu großen Abstand zwischen Fenstern und Kanthölzern gelassen. Wurde mit Kantholzstücken und Dachlatten passend gemacht!

Fenster sind alle im Lot und wurden nicht verkantet und ohne Spannung eingebaut!

Holz arbeitet, Kunststoff auch? 


Gut, wenn man noch Restholz vom Hühnerstall hat :-)

Die Dachlatten wurden zusätzlich auf das Trägerholz der Fenster aufgeschraubt. Trägt mit zur Festigkeit bei.

Übrigens habe ich hier 4 Pfostenträger einbetoniert.

Das Erste Kantholz ist direkt mit mit dem ehemaligen Hühnerstall verbunden.

Die Festigkeit ist jetzt schon beachtlich!

 

Schrauben und Winkel habe ich mehr als genug verbraucht.

Gut, dass es hier keine offizielle Kosten/Nutzungsrechnung gibt!

 


Die Stirnseite -ca. 4 Meter- 

 

Die Abstände der Kanthölzer in den Pfostenträgern wurden den einzubauenden Fenstern angeglichen.

 

Habe die Pfostenträger so einbetoniert, da hier der Wind direkt auf die Stirnwand trifft.

Hilft vielleicht ein wenig...

 


 


Hier wurden insgesamt 5 Pfostenträger (einer fehlte noch) verbaut.

Man kann hier noch gut den von den Hühnern bearbeiteten Boden sehen. Steinhart!

 

Im Hintergrund sind schon die beiden Terrassentüren eingebaut. Der erste Dachbalken liegt auch schon...

 

...übrigens dauert das einbetonieren der Pfostenträger nicht lange.

Loch ausheben (augenmaß für den Zementmörtel)

Zement rein, Pfostenträger einmassieren, Dachlatte zum nichtabsinken unter Stellfläche des Kantholzes legen, alles in Waage bringen, fertig! 

 


Die beidenTerrassentüren wurden mit Winkeln fixiert. Habe die Schrauben direkt durch das Holz in die Kanthölzer geschraubt. Soll ja halten.

Teilweise musste ich vorbohren, da mein Akkuschrauber am Limit war!

Die "Lichthöfe" wurden nachträglich mit Holz verkleidet. Mit jedem verbauten Holzstück wurde die Versteifung der Seitenteile stärker! Hier wackelt nichts mehr...

Die Pflastersteine deuten die zukünftigen Beete an.

Sind in der Breite ca. 70 cm.

Habe alles hübsch gemacht, da ich so oft über den "Müll" gestolpert bin. Einmal lag ich rückwärts gehend plötzlich in der Zinkwanne. Man soll gar nicht glauben wie weit dabei so ein Akkuschrauber fliegen kann...Gott sei Dank nicht in die Scheiben! Die Zinkwanne an sich...


Auf der Innenseite der Holzverkleidung soll später einmal ein Apothekerschrank stehen, deshalb hier kein Fenster.

Rechts unten sollen Pflastersteine vermauert werden, so das alles dicht wird.

 


Der Innenraum...

Auf der rechten Seite habe ich unter das Trägerholz zusätzlich Pflastersteine gelegt.

 


Die Kanthölzer mit den Pfostenträgern wurden so eingesetzt, dass die Fenster Millimeter genau passten! Man wird ja immer besser :-)

Den Rest habe ich mit einfachen Holzbrettern vom Holzhof verkleidet.

Das Holz (Kanthölzer/ Dachbalken usw.) habe ich bei einem Holzgroßhandel gekauft. War billiger als bei den Discountern. Darüber hinaus konnte ich mir "versägtes" Holz einfach mit nehmen (Hier über den Fenstern zu sehen)!

 

Über dem rechten Fenster habe ich aus überzähligen Dachlatten und Estrichdraht eine Halterung zum anhängen von Gartengeräten gebaut...


Die Dachbalken werden angebracht...

Abstand ca. 90 cm.


Die drei unteren Fenster wurden mit Rahmen eingebaut. Sind voll funktionstüchtig und geben auf "Kipp" Luft...

 


Eingangsbereich aufgehübscht.

Haben uns entschieden, hinter dem Wagenrad eine Holzverkleidung anzubringen. Dahinter soll der Ofen stehen...

Pflastersteine wurden vermauert.

Habe "Katzenköpfe" für den Eingangsbereich und der Seitenwand verbaut. Waren noch vom Hochbeet über...


Die "Katzenköpfe" wurden in einem Mörtel/Kiesgemisch in die Erde gebracht. Habe nur ein wenig den Mutterboden ausgehoben.

 

Die Pflastersteine wurden nach Augenmaß vermauert.

Nicht im Lot kann auch schön sein...

 

Unsere Kletterrose hat nach diversen Gartenumzügen hoffentlich jetzt ihren richtigen Standort gefunden... 


Wenn Farbe über ist...

 

Blick auf wirkliche Gewächshäuser!


Dach ist drauf!

Steine für das Pflastern und Beeteinfassungen liegen bereit...

Auf der linken Seite habe ich Tomatenpflanzen in Reihe gesetzt.

 

Wir haben unsere Hühner auch mit Tomaten gefüttert. Die Samen der Tomaten haben sich offensichtlich von den Bauarbeiten nicht stören lassen, und sind aufgegangen.

Hoffentlich haben die Hühner diese Tomatensamen beim picken vergessen.

Obwohl, Liebe geht ja durch den Magen. Bei Katzen geht es ja auch mit Kaffeebohnen. Diese Bilder im Kopf aber auch...


Erste Reihe des Beetes mit Randsteinen eingefasst.


Ist mittlerweile Sommer geworden...

 

Fenster auf "Kipp" und über 40 Grad...

 

Hinten übrigens eine Inka-Gurke...soll "gegen Alles helfen".

Ist hier wohl eher unbekannt. Die Früchte schmecken mild und haben die Größe einer Wallnuss.

 

 

Feierabend!


Beide Seiten "im Lot".

 

Die Randsteine (100 cm lang) wurden in ein Zement/Kies-Gemisch gestellt.

 


Beete fertig eingefasst...

 

Den Zwischenraum werden wir mit gewaschenen Strandsand befüllen...

Gehwegplatten oder Pflastersteine sehen blöd aus...


Gepflastert für den Apothekerschrank...

 

...und wieder eine Tomatenpflanze gefunden!


Ein wenig Farbe, bunte Knöpfe, gewächshaustauglich!


Hier soll der Ofen seinen Platz bekommen...


Gewaschener "Strandsand".

 

Wollten zwischen den Beeten keine Pflastersteine oder gar Steinplatten verlegen...


Danke Daggi und Wolli...


Über Muster kann man streiten...


Unsere zweite Tür.

Ist die ehemalige Hühnerauslauftür. Wurde mit Holzlatten verstärkt.






"Stand" der Tomaten Anfang September.

 

Haben regelmäßig die Tomaten gestutzt und radikal geschnitten. Machte den Pflanzen nichts aus...


Die Tomaten auf der rechten Seite wurden stark eingekürzt.


Für "wilde" Tomaten, die erst Ende Mai Ruhe zum wachsen hatten, nicht schlecht... 


Vom Nachbarn die alte Dachrinne...


30 Jahre alt, hält nochmal so lange!


Ran damit...


Passt!


Ich liebe Winkel...


Tisch hat "Gewächshausmaße":


200 x 60 cm


Bootslack rauf und fertig!


Unser Brennofen ist da!

Danke an Woddel und Jutta!

 

 

Hier die beiden Eisenplatten (50x50)

für das Ofenrohr, das durch die Gewächshaus-Wand geführt wird.


Die Platten wurden auf beiden Seiten der Holzwand angeschraubt. Selbstverständlich befindet sich hinter den Eisenplatten kein Holz mehr

(Wurde thermisch isoliert, um einen evt. Schwelbrand vorzubeugen. Rohrdurchführung mit Steinwolle).

 

 Selbst unter "Volllast"des Ofens kann man sich an den Eisenplatten nicht die Hände verbrennen!

 

Im Vordergrund ist das Ofenrohr mit Hutze (selbstgebaut aus einem ehemaligen Grillanzünder-Behälter) zu sehen.


Das Ganze von außen...


Blechplatten wurden mit Ofenfarbe versehen.

Zusätzlich zum Schutz des Gewächshausdaches wurde eine weitere Blechplatte installiert.

Durch den Abstand des Rohres zur Platte kommt es hier kaum zu nennenswerten Hitzeentwicklungen.

 

Die Befestigung des Ofenrohres (hier schlecht zu sehen) erfolgte durch Winkel. Hält!

Die selbstgebaute Hutze wurde mit Ofenlack versehen.


Hier der Wanddurchbruch mit Ofenrohr und Rosette.


...mehr Sicherheit durch zusätzliche Blechplatten.

 

Die Abstände des Ofens zur Holzwand betragen über 60 cm.


1. "Probebrennen" erfolgreich!


Hier wurde sichergestellt, dass ein ordentlicher Zug im Ofenrohr herrscht!

 

Rohre habe ich mit feuerfestem Kessel-Kitt zusätzlich verklebt.


Der Schornstein raucht...

Die Rauchgasrohroberkante ist hier 100 cm über dem Dach.


"Sicherheit" muss sein...Feuerlöscher immer griffbereit. 

 


Das Gewächshaus hält von oben dicht. Habe Lücken im Holz teilweise mit Bauschaum und Silikon abgedichtet. Da das Holz ja noch arbeitet hoffe ich, dass die Lücken dicht halten.

 

Eine ausreichende Lüftung ist gewährleistet, da wir auf allen 3 Seiten Kippfenster haben.

 

Wichtig sind uns die Stromanschlüsse mit dem Licht.

 

Der Sand im Gewächshaus ist einfach toll! "barfuss" ist jederzeit möglich...

 

Die Vorteile des Gewächshauses sehen wir jetzt schon am Wachstum unserer Tomaten. Obwohl wir die Pflanzen erst Ende Mai so richtig wahrgenommen haben und dementsprechend verpflanzt haben, wachsen sie in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit! 

 

 

Fazit:

 

Sitzen oft gegen Abend im Gewächshaus. Ist urgemütlich... und wenn es dann noch regnet...und mit Ofen können wir sogar im Winter mit T-Shirt sitzen...


16. Mai 2016


4 Gurkenpflanzen und eine Paprika stehen seit  Ende April im Gewächshaus...


Tomaten und Rote Rübe ebenfalls


Aus einem Eimer wächst eine "Hängetomate".

 

(Im Eimerboden wurde mit dem Teppichmesser ein kleines Loch ausgeschnitten. Die Wurzelballen einer normalen Stabtomate von unten durch das Loch gesteckt, dann von oben mit Erde aufgefüllt, fertig!

 

Mal schauen... 

Die Schwerkraft wird es irgendwann richten :-)



Holzschuh rechts mit Anmachholz...


...Holzschuh links mit Inka-Gurke.

Habe mir aus Samen der letzten Pflanze ein paar Ableger gezogen.


Hagelschaden im September 2016!

 

Habe mich deshalb für ein Blechdach entschieden.

 

Jetzt können die Salven kommen!


Wann hat man Zeit? Am Wochenende...und dann nur Regen!

 


Hoffe, dass im nächsten Jahr die Tomaten, Gurken und der Wein unter dem Dach auch noch richtig wachsen...

Stichwort Photosynthese. Mal sehen, ob die Drei auch unter dem Dach "das Licht zusammen setzen können"...